Körperwunder: Haarsträubend


“Es ist töricht, sich im Kum­mer die Haare zu raufen, denn noch niemals ist Kahlköp­figkeit ein Mit­tel gegen Prob­leme gewe­sen.”

Mark Twain

Während man von manchen Aus­drück­en des Volksmundes nicht genau weiß woher sie stam­men, haben die Aus­drücke “haarsträubend” und “die Haare ste­hen mir zu Berge” in der Tat eine anatomis­che Grund­lage.

Der Men­sch hat im Durch­schnitt 120.000 Haare auf dem Kopf (Blonde mehr, Rothaarige am wenig­sten), und ver­mut­lich hun­dert tausende mehr am Kör­p­er, denn mit weni­gen Aus­nah­men (Hand­flächen, Fin­gerin­nen­seit­en, Fuß­sohlen, Brust­warzen, Lip­pen­rot) ist die gesamte äußere Haut des Men­schen behaart.Tatsächlich kann sich jedes einzelne dieser Haare sträuben bzw. auf­stellen, was uns unter anderem die soge­nan­nte “Gänse­haut” beschert (Ver­liebte wis­sen wovon ich rede…).

Aber wie geht das?

Ganz ein­fach – jedes einzelne Haar hat einen aus glat­ter Musku­latur beste­hen­den kleinen Haa­raufrichte­muskel mit dem schö­nen Namen Mus­cu­lus arrec­tor pili (auch Haar­balgmuskel oder Pilo­mo­tor). Er richtet das Haar bei Kälte oder psy­chis­chen Ein­flüssen wie Erre­gung und Wut auf. Anstatt sich also beim näch­sten Ärg­er­nis die Haare zu raufen, freuen Sie sich doch lieber über dieses kleine Wun­der unseres so per­fekt design­ten Kör­pers.

Quelle:

  1. http://flexikon.doccheck.com/de/Musculus_arrector_pili
  2. http://de.wikipedia.org/wiki/Haar