Vitamin D – Mangel oder nicht?


“Wenn der Vater einer Krankheit unbekannt ist, so ist die Mutter meist die Ernährung.”
Paracelsus

Vitamin D - Mangel oder nicht? - Renner & Pfeiffer - Praxis für Naturheilkunde

© M. Gade / pixelio.de

Aus der „Nationalen Verzehrsstudie II“, einer in den Jahren 2005 bis 2008 durchgeführten repräsentativen epidemiologischen Studie des Max-Rubner-Instituts in Karlsruhe geht hervor, dass „insgesamt 82% der Männer und 91% der Frauen die empfohlene tägliche Zufuhr (damals 5µg pro Tag) von Vitamin D nicht erreichen. Die Anteile sind am Höchsten bei den Jugendlichen und jungen Erwachsenen (>86% bei den Männern, >96% bei den Frauen) und den Senioren (94% bei den Männern, 97% bei den Frauen).“

Im Januar 2012 hat die Deutsche Gesellschaft für Ernährung die empfohlene Aufnahmemenge für Vitamin D unter der Annahme einer fehlenden körpereigenen Bildung von 5µg auf 20µg (800 Internationale Einheiten) pro Tag erhöht.

Das wird nicht einfach … die 1.

Mit der Ernährung nehmen Erwachsene durchschnittlich ca. 3 µg (= 120 IE) Vitamin D pro Tag auf, was offensichtlich bei Weitem nicht ausreicht, um die empfohlenen Tagesdosis von 20 µg pro Tag zu erreichen. Um die aktuelle empfohlenen Menge von 800 IE pro Tag zu gewährleisten, müsste man entweder 400 g fetten Seefisch, 4 kg Schweineschnitzel, 15 bis 20 Eier, 20 Liter Vollmilch, 10 kg Kalbsleber oder 1 kg Shiitake-Pilze zu sich nehmen, und das täglich.

Zum Glück können wir Vitamin D auch selbst herstellen, wobei wir unter optimalen Bedingungen, d.h. einer Ganzkörperbestrahlung von 15 bis 30 Minuten zwischen 10 und 14 Uhr von April bis Oktober etwa 10 000 bis 20 000 IE Vitamin D3 durch das Sonnenlicht bilden.

Das wird nicht einfach … die 2.

Wer wissen will, wie lange er sich der Sonneneinstrahlung aussetzen muss, um seinen täglichen Vitamin D Bedarf zu decken, kann dies hier tun. Für mich ergab sich, dass ich im Januar bei bewölktem Himmel in Tübingen um die Mittagszeit 4 Stunden und 32 Minuten draußen sein muss, wobei ich nicht sehen konnte, ob im T-Shirt, mit freiem Oberkörper oder in der Badehose.

Quellen:

  1. https://www.mri.bund.de/fileadmin/MRI/Institute/EV/NVS_II_Abschlussbericht_Teil_1_mit_Ergaenzungsbericht.pdf
  2. https://www.mri.bund.de/fileadmin/MRI/Institute/EV/NVSII_Abschlussbericht_Teil_2.pdf
  3. http://www.dge.de/modules.php?name=News&file=article&sid=1193
  4. http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/skelett_und_weichteilkrankheiten/article/571566/10-minuten-taeglich-sonne-winter-vitamin-d.html

 

Schreibe einen Kommentar