Warum steht auf den Schachteln nichts drauf?


Das fragt man sich bei Nahrungsergänzungsmit­teln oft — der Grund ist die soge­nan­nte Health-Claims-Verord­nung und ihre Auswirkun­gen auf deren Kennze­ich­nung. Diese Verord­nung regelt, wie Nahrungsergänzungsmit­tel und Lebens­mit­tel bewor­ben wer­den dür­fen.
Was eigentlich als Schutz der Ver­brauch­er gegen unser­iöse Her­steller begann, wurde durch die kon­ser­v­a­tive Ausle­gung der EFSA (Europ. Behörde für Lebens­mit­tel­sicher­heit) zu ein­er Mark­t­bere­ini­gung, die let­z­tendlich nicht dem Wohl der Ver­brauch­er dient. Denn ein Großteil der inter­es­san­ten Forschun­gen der let­zten Jahrzehnte im Bere­ich Ernährung und Gesund­heit darf dadurch über­haupt nicht mehr kom­mu­niziert wer­den.
So wur­den von 44.000 gesund­heits­be­zo­gen­er Aus­sagen, die zur Auf­nahme in die soge­nan­nte Pos­i­tivliste ein­gere­icht wur­den nur 222 bewil­ligt.
Noch drama­tis­ch­er ist allerd­ings, dass alle Aus­sagen, die auf neueren Stu­di­en beruhen, ganz und gar abgelehnt wur­den. Dadurch dür­fen solche Stoffe, deren Nutzen für die Gesund­heit erst seit weni­gen Jahren bekan­nt ist, gar nicht mehr mit gesund­heits­be­zo­ge­nen Aus­sagen bewor­ben wer­den – Prä- und Pro­bi­oti­ka beispiel­sweise.
Man ist also gut berat­en, wenn man durch die fehlen­den Infos keine falschen Rückschlüsse auf die Wirk­samkeit der bein­hal­teten Mit­tel zieht.

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